Dezember 96

Nov96

1996

Jan97


Großer Weihnachtsmarkt in Ramsbeck

Am 1. Adventssonntag, dem 1. Dezember 1996, wird der B reich von der kath. Kirche bis Junkern Hof sich weihnachtlich präsentieren. Die Ramsbecker Geschäftswelt bietet einen Weihnachtsmarkt an, zu dem 27 Stände erwartet werden. In den vergangenen Jahren fand dieser Weihnachtsmarkt bereits im kleineren Rahmen vor dem Kronland-Getränkemarkt statt

Um 11.30 Uhr wird der Markt eröffnet, die Kinder der „Killefit Kids-Gruppe” singen Adventslieder. Danach herrscht bis zu Abend ein lustiges Treiben mit Schmücken eines Knusperhäuschens (12.00 Uhr), einem Leierkastenmann (13.00 Uhr), musikalischen Leckerbissen (14.00 Uhr) und dem Nikolaus, der um 16.00 Uhr kommt. Sowohl die Ramsbecker Chorgemeinschaft (15.00 Uhr), als auch die Valmetaler Musikanten (17. Uhr) werden Proben ihres Könnens darbieten. Um 18.00 U wird wieder das bereits im Vorjahr beliebte Turmblasen vom Turm St. Margarethas erschallen, ausgeführt von den Musikern der Valmetaler Musikanten.

Die Küche daheim kann ruhig kalt bleiben, denn Sie werden mit leckeren kulinarischen Spezialitäten verwöhnt werden. Selbstverständlich werden gepflegte kalte und heiße Getränke nicht fehlen. Zu dieser sicherlich großartigen und bisher in Ramsbeck einmaligen Veranstaltung laden die Organisatoren, darunter auch die Interessengemeinschaft Fremdenverkehr, sehr herzlich ein. Vielleicht schauen sich auch die Bewohner der Nachbardörfer auch einmal an, was Ramsbeck so alles bieten hat.

Wir meinen: Dieser Weihnachtsmarkt wird eine Demonstration dafür sein, daß in Ramsbeck (noch) geschäftliche Aktivitäten vorhanden sind, die es in anderen Dörfern leider nicht mehr gibt. Sie stellen für die Bewohner und den Umkreis ein Stück Lebensqualität dar. Vielleicht überlegt sich mancher Bürger, daß dies ein Glückfall ist. Nur durch das Einkaufen am Ort kann man die noch reichlich vorhandene Geschäftsvielfalt erhalten. Wenn die ersten Geschäfte geschlossen wurden, kommt das Jammern zu spät! Die Betroffenen sind dann vorwiegend die älteren Bewohner, die nicht mobil sind.

Krippenausstellung in Junkern Hof

In stilvoller adventlicher Atmosphäre werden in Junkern H am Samstag, dem 30. November, von 14.00 - 18.00 Uhr und am Sonntag, dem 1. Dezember von 11.00 - 17.00 Uhr Krippen ausgestellt. Nach dem jetzigen Stand können Sie über 20 Krippen bewundern. Diese Krippenausstellung wird auf Initiative von Ortsvorsteherin Liesel Reding und Ortsheimatpfleger Engelbert Prein einem breiten Publikum zugänglich gemachacht. Es trifft sich gut, daß zugleich im benachbarten Bereich der Weihnachtsmarkt stattfindet. So kann man bequem beide Veranstaltungen mit seinem Besuch beehren. Es lohnt sich!

Die Jugend des TuS Valmetal

Die Jugendmannschaften des TuS Valmetal schlagen sich in der Saison bisher beachtlich. Die A- und B-Jugend, die mit dem TuS Velmede/Bestwig eine Spielgemeinschaft bilden, rangieren auf den Plätzen 2 und 5. Die D-Jugend belegt Platz 4, die E-Jugend nimmt Rang 6 ein und die neugegründete F-Jugend belegt mit 0 Punkten noch Platz 10, aber ein enormer Kampfeseifer ist unverkennbar.

Freizeitanlage Heinrichsdorf

Beliebtes Fleckchen bei Einheimischen und Gästen

In jahrelanger mühseliger Arbeit und mit viel Engagement haben Heimatfreunde aus Heinrichsdorf südlich des Dorfes am Wege zum Schwabenberg eine attraktive Freizeitanlage geschaffen. Die bisherige Schutzhütte wurde geschmackvoll erweitert; Küche, sanitäre Anlagen und ein passender Geräteraum sind nun vorhanden. Eine Grillstelle wurde neu errichtet, der Platz ordentlich gepflastert. Landschaftstypische Bäume und Sträucher ringsum passen die gesamte Anlage harmonisch der Umgebung an.

Menschen Warten auf den Herrn

Menschen warten auf den Herrn.
Einst kam er in der Armut.
Wo Menschen heute arm sind,
da ist Gott.

Menschen warten auf den Herrn.
Einst kam er, um zu helfen.
Wo Menschen heute lieben,
da ist Gott.

Menschen warten auf den Herrn.
Einst kam er zu verzeihen.
Wo Menschen heut´ vergeben,
da ist Gott.

Menschen warten auf den Herrn.
Einst kam er, um zu leiden.
Wo Menschen heute leiden,
da ist Gott.

Menschen warten auf den Herrn.
Einst kam er, um zu sterben.
Wo Tod ist, da ist Leben,
da ist Gott.

Kurt Rommel

Dieses herrliche Fleckchen Erde lädt viele Einzelwanderer und Gruppen zum ruhigen Verweilen ein, beflügelt aber auch Einheimische und Gäste zum zünftigen Feiern von Festen. An vielen Sommer- und Herbstwochenenden herrscht dort oben ein reges Leben. Gern tummeln sich dann Kinder und Jugendliche auf dem nahegelegenen Bolzplatz. Höhepunkt des Jahres bildet immer das Dorffest, das alljährlich am ersten Juliwochenende fröhlich gefeiert wird und viele Bewohner der Nachbardörfer anlockt.

Alles in allem: Die Anlage ist ein gelungenes Gemeinschaftswerk des kleinen Höhendorfes. Der Heimatverein Heinrichsdorf will dieses Kleinod auch in Zukunft sorgfältig instandhalten und pflegen.

Gefallen hat uns immer ein humorvoller plattdeutscher Spruch, der zum Sauberhalten des Platzes aufrief. Leider konnten wir ihn jüngst nicht mehr entdecken; vielleicht könnte man ihn wieder anbringen: Wai Bäume iut der läre ritt und Unrat in de Giegend schmitt, verdaint wat met diär Backesplit.

Sozialmobil mit Sponsorenhilfe

Das Seniorenheim in Andreasberg konnte am 25. Oktober ein Sozialmobil entgegennehmen, das viele Sponsoren gestiftet hatten. Darunter waren auch zahlreiche Firmen aus unserem heimischen Raum: Taxi-Hegener, Navarro-Bedachungen, Autolackiererei Horst Meyer, Elektro-Gördes, Hotel „Zum Adler”, Bäckerei Hamich, Stein's Grillstube, Pflanzen-Gockel, Getränke-S, Peter Heimes-Bauelemente, Bäckerei Rolf Schlüter, Service-Center Dohrn und Baugeschäft Karl-Ludwig Einhäuser.

Das Heim beherbergt zur Zeit 36 Bewohner, die chronisch alkoholabhängig sind. Demnächst soll das Haus durch An- und Umbauten auf 58 Plätze erweitert werden. Hier sollen diesen suchtkranken Menschen ein Halt geboten werden, möglichst möchte man sie auf ein selbständiges Leben außerhalb des Heimes vorbereiten. Eine wertvolle Hilfe ist da das Sozialmobil, mit dessen Hilfe die Bewohner flexibler werden und zu Veranstaltungen gefahren werden können. Der stellvertretende Heimleiter Klaus-Rainer Grochow bedankte sich im Namen seiner Schützlinge herzlich für die großzügige Spende heimischer Unternehmer.

4. Badmintonturnier der TuS-Frauen

Auch unser 4. Badmintonturnier war wieder ein toller Erfolg. Zwölf Frauen kämpften am Donnerstag, dem 26. September 1996 um die ersten Plätze. Schlapp, aber überglücklich standen unsere drei Siegerinnen nach ca. zwei Stunden fest.

Margret Stehling holte sich wie im letzten Jahr den 1. Platz gefolgt von Beatrix Bültmann. Den dritten Platz belegte nach sechs Spielrunden Doris Bültmann.

Ohne große Pause ging es weiter in die Doppelrunden. Nach langer Spielzeit gegen 23.00 Uhr standen auch hier die Siegerinnen fest. Es siegten Kerstin Heimes und Margret Stehling vor Iris Gieselmann und Beatrix Bültmann und Maria Heimes und Margret Kreiling. Zum Abschluß feierten wir diese Erfolge mit Sekt, Käse und Brötchen. Alle die mitgemacht haben, waren begeistert und werden auch im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Neben dem Badmintonturnier bot die Frauenabteilung auch eine Tagestour an. Am 2. November fuhren wir los, leider mit dem Auto bis Olsberg, da das Wetter nicht mitspielte. Im Gasthof „Zur Post” kegelten wir ca. 2 1/2 Stunden um den ersten Platz (Wer den belegt hat, verrate ich erst auf unserer Weihnachtsfeier.). Danach stärkten wir uns mit einem reichhaltigen Essen. Zu Fuß oder auch per Auto ging's dann in die „Schwemme”. Mit reichlich Durst erlebten wir diesen Abend bis zum Abwinken.

Einen schönen Abschlußabend für dieses erfolgreiche Jahr möchten wir allen Frauen und Mädchen auf unserer Weihnachtsfeier am Donnerstag, dem 19. Dezember anbieten.

Mit sportlichen Grüßen
Christiane Wiemann, Abteilungsleiterin

Umwelttag der Gemeinde Bestwig

Das Bestwiger Rathaus war am 22. 11. 1996 Schauplatz für die Umwelt beim 6. Umwelttag der Gemeinde. Im Foyer und in den Fluren stimmten Bilder und Schautafeln, dazu verschiedene Tierpräparate auf die Veranstaltung im Bürgersaal ein. Die Kulisse bildeten 500 Schüler, die die Verleihung des Umweltpreises an Helmut Wiegelmann aus Nuttlar und die ev. Kirchengemeinde Ramsbeck miterlebten, aber auch die Gewinner des 11. Jugendwettbewerbes der Sparkasse Bestwig bejubeln konnten. Dieser Wettbewerb unter dem Motto: „Sprich mit” war in den Umwelttag integriert worden. Die Sparkasse Bestwig hatte maßgeblich zum Gelingen dieses Tages beigetragen.

Bürgermeister Hans-Georg Meyer nannte „das Umweltbewußtsein stärken, unsere Umwelt schützen und intakt zu halten, sowie wiederherzustellen, wo es erforderlich ist” als Ziele des Umwelttages. Mit dem Schutz der Umwelt würden wir uns selbst schützen.

Für die Jägerschaft, die unter dem Motto „Jagd und Naturschutz” maßgebend zum Gelingen des Tages beitrug, - schließlich hatte sie an der SGV-Hütte in Nuttlar einen Öffentlichkeitstag diesem Thema gewidmet - sprach Josef Gerold, Obmann des Hegeringes Bestwig. Er betonte, daß man Kinder und Jugendliche den Schutz der Natur nahe bringen müsse: „Nur was man kennt und liebt, kann man auch schützen.”

Sparkassendirektor Heribert Leibold belohnte dann die Preisträger des Wissenswettbewerbes und des Ideenwettbewerbes mit Geldpreisen. Alle Schulen der Gemeinde Bestwig waren unter den Preisträgern zu finden, dazu auch Kleingruppen einzelner Schüler. Die Klassen 1b der Grundschule Ramsbeck im ldeenwettbewerb und die 3a im Wissenswettbewerb wurden mit Schecks in Höhe von 125 DM und 75 DM belohnt.

GV der Fußballer des TuS Valmetal

Immerhin 32 Mitglieder konnte Abteilungsleiter Werner Bültmann im Vereinslokal Kleine zur Generalversammlung begrüßen, unter ihnen ein Ehrenmitglied des TuS Valmetal, Gerhard Albers.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Werner Bültmann insbesondere auf die sportliche Situation der Fußballabteilung ein: „Wir sind an einem Scheideweg. Es geht nicht nur um das Abschneiden in dieser Saison, sondern um die Entwicklung der Abteilung in den nächsten Jahren!” Mit diesen eindringlichen Worten mahnte er die Seniorenfußballer angesichts der wiederum nicht zufriedenstellenden und nun seit Jahren stagnierenden sportlichen Situation. Er forderte die Seniorenmannschaften auf, alles Erdenkliche für den sportlichen Erfolg, aber auch für ein positives „Mannschaftsimage” zu tun: „Jugendspieler in unserem Verein müssen wieder ein Ziel darin sehen können, in unserer ersten Mannschaft zu spielen. Wenn es uns nicht gelingt, die eigenen Spieler an unseren Verein zu binden, wird es mit uns nicht aufwärts gehen !”

Neue Wege geht man in der Jugendabteilung des TuS. Nachdem eine Zusammenarbeit mit SW Andreasberg nicht zustande gekommen war, arbeitet man nun sehr eng mit dem TuS Velmede/Bestwig zusammen und hat gemeinsam drei spielstarke Jugendmannschaften (A-, B- und C-Jugend) zusammengestellt, welche schon einige sportliche Erfolge errungen haben. Nicht zufrieden zeigte sich Jugendleiter Norbert Wegener mit der Bereitschaft der Eltern, besonders die jüngeren Spieler zu den Trainingsstunden zu fahren oder zu den Spielen zu begleiten, so daß die Betreuer teilweise überlastet seien. „Mit dem Zahlen des Jahresbeitrages kann es nicht getan sein. Wenn hier nicht mehr Unterstützung kommt, kann der Verein einen regulären Übungs- und Spielbetrieb nicht gewährleisten”, so die Meinung vieler Versammlungsteilnehmer.

In seinem Jahresrückblick erläuterte Werner Bültmann die beiden Sportfeste, welche die Abteilung 1996 durchgeführt hatte. Als Ausrichter einer Vorrunde des WFG-Cups im Januar habe man sich mit einer reibungslosen Organisation bei den Veranstaltern auch für zukünftige Aufgaben empfohlen. Erfolgreich sei auch das diesjährige Sportfest Anfang August verlaufen. Während am Samstag insbesondere die befreundeten Mannschaften vom Hüstener SV mit großem Anhang zum Erfolg beigetragen hätten, hätte das Turnier am Sonntag mit Vereins- und Hobbymannschaften sowohl viel Spaß als auch gute Umsatzzahlen gebracht (für ein Sportfest immer sehr wichtig !).

Der Leiter der Fußballabteilung möchte sich auf diesem Wege noch einmal recht herzlich bei allen Vereinen und Spielern bedanken, welche an diesem Tage mitgewirkt haben.

Neben den Arbeiten rund um das Sportheim hat die Fußballabteilung in diesem Jahr der Pflege des Rasenplatzes in Heringhausen besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Ca. 80 Tonnen Sand sind auf eigene Kosten ausgebracht worden, um den verdichteten Rasen zu lockern. Im Frühjahr sollen weitere Maßnahmen erfolgen, welche den Zustand des Platzes verbessern sollen.

Komplettiert wurde zwischenzeitlich die Bandenwerbung, so daß aus dieser finanziellen Unterstützung durch die betreffenden Firmen manche Aufgaben der Abteilung unterstützt werden können.

Neue Gesichter gibt es im Vorstand der Fußballabteilung. Jürgen Tillmann wurde zum neuen stellvertretenden Abteilungsleiter gewählt und übernimmt das Amt von Manfred Sommer, der auf eigenen Wunsch ins „zweite Glied” zurücktritt und zukünftig „nur noch” als Beisitzer im Vorstand vertreten ist. Auch Gottfried Tillmann stellte sich nach über zehnjähriger verdienstvoller Tätigkeit im Vorstand der Fußballabteilung für ein offizielles Amt nicht mehr zur Verfügung. Werner Bültmann dankte ihm mit einem kleinen Präsent für die große Arbeit, die er geleistet hat. Zum neuen Kassierer wurde Michael Wachsmann gewählt. Alle Beisitzer sowie der Abteilungsleiter wurden von der Versammlung in ihren Ämtern bestätigt.

Erfolgreicher junger Mann

Christian Ittermann aus Heringhausen bestand am 20. 11. 1996 an der Fachhochschule Gießen, Abteilung Friedberg, die Prüfung zum Diplom-Ingenieur mit der Fachrichtung Gießereitechnik. Bemerkenswert ist, daß er dies mit dem Hauptschulabschluß 10 B geschafft hat. Wir gratulieren herzlich.

Blaumeise mit Anhang

Alfred Braun wurde von einer Mäuseplage bedroht; die kleinen Nager kletterten an der Wand hoch und tummelten sich auf seinem Balkon. Dagegen hilft als konventionelles und konsequentes Mittel eine Mausefalle, gut bestückt mit Mäusen mundenden Leckereien - bis zu deren „sudden death” (aus der Eishockey-Sprache mit „plötzlichem Tod” übersetzt), den Alfred einige Male erfreut feststellen konnte. So weit erfreulich.

Doch dann staunte er nicht schlecht, als just eine Blaumeise mit anhaftender Mausefalle neben ihm niedersegelte. Schnell befreite er das liebenswerte Vögelchen von seinem lästigen Anhängsel und setzte es zur Erholung an eine geschützte Stelle. Nach einiger Zeit war es dann verschwunden. Alfred´ geringe Sorge ist, daß diese Rettungsaktion für die Katz' war - und falls nicht - daß das Vögelchen keinen bleibenden Schaden davongetragen hat.

Verbunden ist er diesen munteren Zeitgesellen, weil seine Frau Lilly der gleichnamigen Karnevalsgruppe der Frauen angehört. Die Namensgeber gelten im Tierreich als höchst fruchtbar, können sie doch Gelege bis zu 10 Jungen großziehen.

Verdienter Feuerwehrmann verabschiedet

Als Dachdecker sei er in der Feuerwehr besonders gefragt gewesen, denn bei Hausbränden ist so ein Fachmann dringend notwendig, sagte Oberbrandmeister und Löschgruppenführer Josef Rüthing bei der Überweisung von Horst Rieger in die Altersabteilung und überreichte die blaue Kordel - als äußeres Zeichen für die Altersabteilung. Zuvor hatten ihn 24 Kameraden in Ausgeh-Uniform mit dem großen Löschfahrzeug von seiner Wohnung abgeholt.

Der Jubilar ist in Langenbielau/Schlesien geboren und verlegte 1955 seinen Wohnsitz nach Heringhausen. 1958 trat er in die damalige Freiwillige Feuerwehr Heringhausen ein. 1959 wurde er zum Feuerwehrmann und 1963 zum Oberfeuerwehrmann ernannt. Durch den Innenminister von Nordrhein-Westfalen erhielt er 1983 das Ehrenzeichen in Silber für 25-jährigen Dienst und 1994 das Ehrenzeichen in Gold für 35jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr.

Auch der stellvertretende Gemeindebrandmeister, Rudolf Senger, dankte Horst Rieger für die geleistete Arbeit und überreichte ihm einen Wappenteller der Gemeinde Bestwig. Er wünschte dem nun aus dem aktiven Dienst Scheidenden weiterhin viel Schaffenskraft und vor allem Gesundheit.

Lobenswert wurde hervorgehoben, daß Heringhausen die stärkste Altersabteilung der Feuerwehr der Gemeinde Bestwig habe. Alle waren bis zur Altersgrenze (Vollendung des 60. Lebensjahres) aktiv dabei. Aber auch als Altersabteilung nehmen sie regen Anteil am Leben und Geschehen der Feuerwehr.

ReiSch

Hubertus Schützenbruderschaft 1857 e.V. Ramsbeck

Der Kreisvorstand strahlt.

Das Kreisschützenfest in Ramsbeck ist gelaufen. Alle waren zufrieden. Aber auch die eigentlichen Veranstalter, der Kreis-Schützenbund? Mitte November trafen sich Kreisvorstand und unser kleiner Vorstand in der Hubertusstube, um Rückblick auf das Kreisschützenfest zu halten. In einem Punkt waren sich beide Vorstände schnell einig: die Planung und der -Ablauf dieses großen Festes in unserem Heimatort waren vom Feinsten. Alles lief wie geschmiert. Darüber freuen sich alle Schützenbrüder in und um Ramsbeck. Wir dürfen ein wenig stolz sein.

Daran ist nichts mehr zu rütteln

Jedes Jahr vermieten wir sehr günstig mehrmals unsere Räume in der Schützenhalle, vor allem aber die Hubertusstube. Für einige ist es inzwischen zum Pokerspiel geworden, nach ihrer Feier Mängel aufzuspüren, um anschließend die Herabsetzung der Miete zu erwarten. Damit ist jetzt Schluß. Wenn in Zukunft der Mieter Mängel feststellt, muß er diese vor Antritt seines Festes melden, um sie zu beheben. Beanstandungen nach dem Fest werden nicht mehr finanziell berücksichtigt. Wer sein Fest feiert, erkennt unsere Bedingungen ohne Wenn und Aber an. Schließlich vertrauen uns unsere Schützenmitglieder und erwarten, daß wir zuverlässig ihre Interessen vertreten.

Entsorgungsfirma Gördes

Am 7. November war die Presse im Hause Elektro-Gördes in Ramsbeck zu Gast, um sich über die Entsorgung von Elektroschrott zu informieren. Neben Firmeninhaber Bruno Gördes standen der Entsorgungsfachmann der Firma Dieter Ludwig und der kaufmännische Leiter Jürgen Müller Rede und Antwort. Zugegen war auch der Umweltberater der IHK Arnsberg, Alfons Ziganski. Anlaß dazu war, daß am 7. Oktober 1996 nach langem Tauziehen seit 1992 das Kreislaufwirtschaftsgesetz in Kraft trat. Es regelt, daß durch Wiederverwertung die Rohstoffe geschont und die die umweltverträgliche Beseitigung von Abfällen erfolgt mit den Schwerpunkten: Vermeiden - Verwerten - Beseitigen. Das Problem ist durch Skandale wegen verbrecherischer Beseitigung hochgiftigen Sondermülls in jüngster Zeit brandaktuell geworden

Zur Zeit. spielt die Entsorgung von Elektroschrott bei Gördes nur eine Nebenrolle. 1992 wünschten Kunden der Firma, daß bei Neuanlagen die alten Anlagen entsorgt werden mußten und darüber eine Bescheinigung ausgestellt wurde. Der neue Zweig der Firma entsorgte 1994/95 ca. 150 Tonnen, 1996 aber unter 100 Tonnen, da vielen Betrieben die fachgerechte Entsorgung zu teuer war, so daß man wegen der Rechtsunsicherheit das Zeug lieber zur normalen Müllkippe brachte. Damit ist es nun vorbei, besonders weil auf der neuen Deponie bei Bödefeld der Müll beim Abkippen streng kontrolliert wird.

Bereits drei Tage nach Inkrafttreten des Gesetzes erhielt die Firma Gördes vom TÜV Rheinland das Zertifikat als anerkannter Fachbetrieb zum Recycling von Elektroschrott. Dies ist ein Beweis dafür, daß die Firma fachlich absolut kompetent auf diesem Gebiet ist; in Deutschland gibt es nur 18 vergleichbare Betriebe. Verlangt wird ausgebildetes Personal für Leitung und Beaufsichtigung (Ingenieure und Techniker), zweijährige Berufserfahrung und laufende Weiterbildung. Über alle Ein- und Ausgänge von Material muß ein Tagebuch geführt werden.

Bruno Gördes möchte seine vorhandenen und nicht voll genutzten Kapazitäten den Kommunen anbieten, die in Zukunft gesetzlich verpflichtet sind, den Elektroschrott fachlich zu entsorgen. Dazu gehören PC, Fernsehgeräte und andere Elektrogeräte. Dies würde pro Einwohner und Jahr weniger als 2,00 DM Mehrkosten bedeuten. Zur Zeit werden ca. 500 qm Fläche genutzt, sie könnte auf 1.500 qm ausgeweitet werden. Dann könnte die Firma einige Arbeitskräfte einstellen, die für die Grobarbeiten nicht besonders qualifiziert sein müßten. Dadurch würde Arbeitslosen eine neue Aufgabe geschaffen. Unter diesem Aspekt - vielleicht mit Zuschüssen des Arbeitsamtes für die Kommunen - würde sich das sogar vorteilhaft rechnen lassen.

Nach dem Eingang wird die Ware gewogen und grob zerlegt. Danach wird bei der Feinsortierung nach Stoffgruppen getrennt: Plastik, Eisen, Kabel, Bunt- und Edelmetalle wie Platin. Ein besonderes Problem stellen die Kondensatoren dar, die in Stahlbehältern gesammelt und wegen des PCB-Gehalts als giftiger Sondermüll im Salzstock einer Untertagedeponie in Herfor/Neurode in Hessen teuer entsorgt werden. Wenn auch das Entsorgungsgeschäft noch nebenher läuft, so hofft Bruno Gördes, daß es ein weiteres Standbein seines Betriebes werden könnte.

Zur Zeit beschäftigt die Firma, die seit 18 Jahren besteht, 50 Mitarbeiter mit steigender Tendenz, für die ein umfangreicher Fuhrpark erforderlich ist. Hauptgeschäft ist der Anlagenbau bundesweit, wobei die Planung, Herstellung, Montage und Entsorgung aus einer Hand erfolgen. Kunden sind u. die Warsteiner Brauerei, der Landschaftsverband Westfalen Lippe, der Ruhrverband, AEG, VEW und Fort Fun. Im Bau ist zur Zeit eine Schaltanlage für die Firma Babcock, die eine Müllverbrennungsanlage ausrüstet.

Viele Aktivitäten bei den Killefit-Kid's

Bei den Killefit-Kid's war in den letzten Monaten viel los. Neben Spielen und Basteln standen viele interessante Unternehmungen auf dem Programm: im Juni wanderten wir zum Eulenturm. Mit Liedern und viel guter Laune verging die Zeit wie im Flug.

Als Abschluß vor den Ferien machten wir eine Radtour zum Spielplatz in Heringhausen. Nachdem wir uns mit Würstchen und kühlen Getränken gestärkt hatten, haben wir unsere Kräfte bei verschiedenen Mannschaftsspielen gemessen.

Im September starteten wir eine Dorfrallye. Aufgeteilt in 3 Gruppen machten wir uns auf den Weg, um viele interessante Aufgaben zu lösen. Die Sieger wurden im Pfarrheim ermittelt, und jedes Kind bekam eine Urkunde.

Einer der Höhepunkte unserer Unternehmungen war die Besichtigung der Metzgerei Bültmann in Heringhausen. Zuerst zeigte uns Metzgermeister Joachim Bültmann, wie ein halbes Schwein fachgerecht zerlegt wird. Ob Ohren, Schwänzchen und Pfoten, alles konnte genau in Augenschein genommen werden. Nachdem wir uns dann den großen „Kühlschrank” samt Vorräten angeschaut hatten, ging's ans Praktische. Herr Bültmann zeigte uns, wie in einem großen Fleischwolf Hackfleisch hergestellt wird. Dieses wurde dann von uns zu mehr oder weniger gelungenen Frikadellen geformt und auf den Grill gelegt.

Anschließend konnten wir unser handwerkliches Geschick beim Würstchendrehen unter Beweis stellen. Auch diese wurden sofort auf den Grill befördert. Danach zeigte uns Herr Bültmann alle anderen Geräte, wie z. B. die „Badewanne für Schweine”. Zum Schluß machten wir uns über die inzwischen gegrillten Frikadellen und Würstchen her. Dazu gab's für jeden auch noch etwas zu trinken. Am Ende fuhren wir alle satt und begeistert von diesem eindrucksvollen Nachmittag nach Hause.

Wir Kinder und die Betreuerinnen Gabriele, Silvia, Heidi und Beatrix bedanken uns ganz herzlich bei Joachim und Doris Bültmann für ihre Bemühungen und die großzügige Bewirtung.

Im Oktober starteten wir unser großes Kartoffelbraten an der Hütte Alwine. Mit 37 Kindern zogen wir um 3 Uhr los. Das Feuer hatte Gabriele bereits entfacht, so daß wir uns bald die leckeren Erdäpfel schmecken lassen konnten. Im Laufe des Nachmittags gesellte sich auch Pastor Eickelmann zu uns. Mit Spielen und Liedern verbrachten wir bei strahlendem Sonnenschein einige schöne Stunden.

Für Dezember ist noch eine Überraschung geplant. Der genaue Termin wird durch die Pfarrnachrichten und durch Plakate bekanntgegeben

GV der Jakobus-Schützen Heringhausen

Am 27. Oktober trafen sich etwa 50 Mitglieder der Jakob Schützenbruderschaft aus Heringhausen zur Generalversammlung in der Schützenhalle. Ein besonderer Willkommensgruß galt Pastor Günter Eickelmann, der erstmalig als Präses im Kreise der Schützenbrüder weilte und ein kleines Präsent von Brudermeister Manfred Nieder überreicht bekam. Nach Verlesung des Protokolls von der Frühjahrs-GV durch Stefan Gerbracht hörte die Versammlung den ausführlichen Bericht des Hauptmanns Wolfgang Siebers über das diesjährige harmonische Schützenfest. Dieser bedankte sich bei allen Schützenbrüdern für die gute Teilnahme an allen Festveranstaltungen.

Die anschließenden Vorstandswahlen brachten folgende Ergebnisse: Führungsadjutant Ludgerd Pieper (Wiederwahl), Adjutant des Hauptmanns Martin Klagges (für Rainer Kalenski), Vizekönigsoffizier Uwe Mertens (Wiederwahl), Fahnenoffizier Zug 2 Klaus Bathen (Wiederwahl), Fähnrich Zug 1 Harald Bathen (Wiederwahl), Fähnrich Zug 2 Andreas Föckeler (Wiederwahl), Hallenwart Fritz Dicke (Wiederwahl). Zu Kassenprüfern wurden Herbert Hengesbach und Winfried Föckeler bestimmt.

Nach diesen anstrengenden Punkten der Tagesordnung probierten die Jakobus-Schützen zunächst einmal das Freibier der Majestäten (Vater und Sohn Zoost), ehe die GV mit dem TOP Verschiedenes ihren Fortgang nahm. Das Wichtigst in Kürze:

  1. Die Schützenbruderschaft hat vom Sauerländer Schützenbund einen Muster-Mietvertrag übernommen, da es in Zukunft bei evtl. Verpachtung keinerlei Probleme gibt.
  2. Für das Jubiläumsjahr 1998 (125 Jahre) soll ein Festausschuß gebildet werden.
  3. Kühlkeller und große Theke werden von Grund auf renoviert. Die Kosten für den Kühlkeller (Arbeitsbeginn noch 1996) werden mit Eigenleistung auf 10.000 bis 12.000 DM veranschlagt. Eine notwendige Therme für Warmwasserbereitung wird ebenfalls installiert. Für eine völlig neue Theke müssen im nächsten Jahr etwa 60.000 DM aufgebracht werden. Da die Finanzierung so gut wie gesichert ist und kein Darlehen aufgenommen wird, stimmte die GV dem geplanten Vorhaben zu.
  4. Auf Vorschlag des Vorstandes sollen alle 16 bis 20jährigen Jungmänner des Ortes, die noch nicht im Schützenverein sind, in einer Werbeaktion im Frühjahr zum baldigen Beitritt bewogen werden.
  5. Schützenkönig Friedel Zoost hat dankenswerterweise eine Holztafel gestiftet, auf der die Namen aller Vizekönige (seit 1973!) zur Erinnerung angebracht werden sollen. Als passender Platz für diese Tafel würde sich die Wand zwischen der Kellner-Theke und der kleinen Theke anbieten.

Sieh

Umweltpreis 1996 der Gemeinde Bestwig

Der Umweltpreis 1996 der Gemeinde Bestwig, ausgestattet mit 500 DM, geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an Herrn Helmut Wiegelmann aus Nuttlar und die evang. Kirchengemeinde Ramsbeck. Herr Wiegelmann hat sich seit Jahren intensiv um eine saubere Landschaft bemüht. Für die Preisverleihung an die evang. Kirchengemeinde heißt es in der Begründung:

„Die evang. Kirchengemeinde Ramsbeck/Andreasberg hat im Jahr 1994 ein naturnahes Begrünungskonzept für das Anwesen im Ortsteil Ramsbeck, bestehend aus Pfarrgarten, Kirchgelände, Friedhof und teilumfassendes Waldstück entwickelt und beschlossen.

Bereits im Frühjahr 1995 wurde das Konzept zum größten Teil umgesetzt, hierbei wurde eine Vielzahl der Tätigkeiten durch Jugendliche und Erwachsene in Eigenleistung erbracht. Entstanden ist eine naturnahe Landschaft mit ausschließlich ortstypischen Gehölzen. Den Besuchern wird in beeindruckender Weise die Vielfalt unserer Umwelt nähergebracht.

Das Gesamtprojekt wird vom Presbyterium als Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung und auch als kultureller Beitrag begriffen. Es bezweckt die Förderung der Tier- und Pflanzenwelt auf dem eigenen Anwesen, und ist gleichzeitig ein deutlich sichtbares Zeichen, das weitere Mitmenschen zum Nachahmen anregen und ermutigen soll.”

Herbstversammlung „Alte Kornmühle Ramsbeck e.V.”

Wichtige Dinge gab es auf der diesjährigen Herbstversammlung zu besprechen. Der Vorstand hatte form- und fristgerecht zum 8. 11. 96 ins Vereinslokal Schweitzer eingeladen. Neben den üblichen Regularien war der Punkt 5 der Tagesordnung der bedeutsamste: Antrag an die Nordrhein-Westfalen-Stiftung für Naturschutz, Heimat und Kulturpflege.

Der Ausbau der Mahlstände ist für das Jahr 1997 geplant. Die dafür in Aussicht gestellten Gelder der NRW-Stiftung werden nicht an Privatpersonen (Eigentümer), sondern nur an Vereine und Institutionen gezahlt. Aus diesem Grunde mußte ein Nutzungsvertrag zwischen den Eigentümern Fritz Gördes und Annelie Haberkamm einerseits und dem Mühlenverein andererseits abgeschlossen werden, der gewährleistet, daß die Öffentlichkeit zunächst für 35 Jahre Anspruch auf Besichtigungen und Mahlvorführungen hat. Bei einer Stimmenthaltung billigten alle anwesenden Vereinsmitglieder den vorliegenden Nutzungsvertrag

E. P.

2. Staatsprüfung bestanden

Britta Becker aus Andreasberg legte an der Haupt- und Realschule in Dortmund-Nette die 2. Staatsprüfung für das Lehrfach an Haupt- und Realschulen und des Gymnasiums für die Sekundarstufe 1 mit der Note sehr gut ab. Studiert hat die erfolgreiche junge Dame in Münster. Herzlichen Glückwunsch!

Blutspender geehrt

Am 14. November hatte das Deutsche Rote Kreuz wieder Blutspendetermin nach Ramsbeck in die Grundschule einladen. 119 Spender folgten dem Ruf, davon wieder acht Erstspender, die hoffentlich in den Kreis der regelmäßigen Spender hereinwachsen werden.

Wieder konnten langjährige Blutspender geehrt werden. Die Goldnadel für zehn Blutspenden erhielten Lothar Haas, Erhard Faber, Jutta Schmitt und Jürgen Steinberg. 25 Blutspenden haben Monika Sommer, B Schüppner, Hildegard Stremmer und Eberhard Pleschar auf ihrem Konto. Am Tage vorher waren in Meschede zwei Ramsbecker für langjährige Spendertreue ausgezeichnet worden: Willi Albers für 60 Spenden und Willi Beckmann für 70 Spenden. Damit gehören sie zum „Uradel” der Blutspender-Gemeinschaft.

Lebensrettend könnte es für jeden Menschen sein, daß er seine Blutgruppe kennt, denn im Falle eines Unfalls geht es um Minuten. Nach dem A-B-0- und dem Rhesusfaktorsystem gibt es acht Hauptblutgruppen, deren Vorkommen höchst unterschiedlich ist. Die negativen Blutgruppen haben nur 15 % der Bevölkerung, jedoch kann RH-negatives Blut im Notfall auch an Rh-positive Empfänger gegeben werden. Deshalb ist Rh-negatives Blut besonders gefragt. Die einzelnen Blutgruppen und ihr Vorkommen in der Bevölkerung:

Neue Rohre im Kamp

Im Kamp in Ramsbeck gab es in den letzten Jahren Überschwemmungen, weil die nur 300 mm starken Rohre, in der einer der zwei Quellarme der Rameske unterirdisch abgeleitet wurde, infolge von Verstopfung durch Geröll und Geäst die Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnten. Nun hat hier die Gemeinde 1.000 mm Rohre verlegen lassen, die auch dem stärksten Hochwasser gewachsen sein dürften. Der obere Bereich der Rameske, die bisher durch Betonschalen floß, wird im Zuge der Baumaßnahme in seinen ursprünglichen Zustand versetzt: das hier noch kleine Bächlein erhält als Bett eine Steinschüttung. Im deutschen Fachchinesisch heißt dies: Der Bachlauf wird renaturiert.

Nachtragshaushalt verabschiedet

Einstimmig hat der Gemeinderat Bestwig am 29. Oktober 1996 den Nachtragshaushalt 1996 verabschiedet. Klaffte im normalen Haushalt noch eine Lücke von 135 000 DM, so konnte diese im Nachtragshaushalt geschlossen werden, so daß der Haushalt ausgeglichen ist. Der Verwaltungshaushalt umfaßt nunmehr 31,025 Million DM gegenüber 30,673 DM, der Vermögenshaushalt weist nun 6,819 Million DM gegenüber 3,715 Million DM auf.

Der Leiter der Finanzabteilung, Johannes Loerwald, erläuterte uns die wichtigsten Änderungen im Haushalt der Gemeinde. (Übrigens arbeitet er schon seit 1982 in Bestwig und nicht, wie wir irrtümlich berichteten, seit dem 1. 9. 1996). Die Kosten für den Winterdienst erhöhten sich durch den strengen Winter im Verwaltungshaushalt um 40 000 DM auf 140 000 DM. Die VEW zahlte 73 000 DM mehr Konzessionsabgabe als eingeplant. Die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde erhöhten sich um erfreuliche 300 000 DM auf 5,9 Million DM, jedoch sank der Gemeindeanteil der Einkommensteuer um 500 000 DM auf 5,745 Million DM. Dies hatte seine Gründe in der Höhersetzung des Existenzminimums und der Neuregelung des Kindergeldes. Dafür wurden der Gemeinde als Kompensationsleistung 415 000 DM vom Land zugestanden. Die Kreisumlage erhöhte sich um 222 000 DM auf nunmehr stolze 8,482 Million DM. Sie wird im kommenden Jahr wahrscheinlich noch weiter steigen.

Im Vermögenshaushalt erscheint die Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs LF 8/6 für die Ramsbecker Feuerwehr mit 280 000 DM, wovon der Kreis 147 000 DM trägt. Der Kindergartenausbau in Ramsbeck steht mit 384 000 DM zu Buche, wovon der HSK 319 000 DM übernimmt, die Planungskosten wurden bereits im Vorjahr bezahlt. 50 000 DM erhält der Kindergarten Velmede, dessen Träger nach turbulenten Auseinandersetzungen noch nicht feststeht. 175 000 DM sind für die Erschließung des Baugebietes „Oberm Kirchhof” in Velmede vorgesehen, Kosten, die später über Anliegerbeiträge wieder hereinkommen werden. Ebenso verhält es sich mit dem Grunderwerb plus Nebenkosten für das Baugebiet südlich des Schulzentrums in Bestwig für 2,3 Million DM, den die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des HSK für die Gemeinde Bestwig abwickelt.